Mein Prostatakrebs, myprostate Jahr 2021

Last Updated on 24. März 2021 by jacekw

Mein Prostatakrebs Verlauf vom Jahr 2021 genauer beschreiben

 

Im November 2020 hatte ich in der Nuklearmedizin von Uni-Klinikum Heidelberg die erste Kombitherapie mit Lutetium und Actinium mit folgender Kombination:

Lu177 mit 2 GBq
Ac225 mit 6 MBq.

Vor der Therapie war mein PSA-Wert bei 9 ng/ml, ist schnell gewachsen.
Wurde folgende Kombination in die Vene bei laufendem Tropf rein-gespritzt:

Nach der Therapie PSA-Test am 14. Dezember ergab PSA-Wert  von 0,4 ng/ml, meine Leukozyten waren sehr niedrig bei 3,3.
Mein Prostatakrebs Verlauf im Jahr 2020: mein prostatakrebs-2020/

Mein Prostatakrebs Jahr 2021

Lutetium mit Actinium Therapie Universitätsklinik Heidelberg

20.01.2021-22.01.2021
Uni-Klinikum Heidelberg, zweite Kombitherapie mit Lutetium und Actinium mit folgender Kombination in die Vene bei laufendem Tropf rein-gespritzt:

Lu177 mit 4 GBq
Ac225 mit 4 MBq.
also weniger Actinium und mehr Lutetium. Warum? „so hat der Oberarzt entschieden“ war die Antwort.

Um die Infusionsnadel zu platzieren waren bei mir 2 Stunden lang 3 Ärzte beschäftigt, zusätzlich noch der Oberarzt hat zeizweise zugeschaut. Es waren um die 20 Nadelstiche an beiden Armen, Handgelenken,  Armbeugen und Füßen. So etwas habe ich noch nie erlebt. Irgendwann war es möglich am rechtem Arm die Tropfinfusion mit Sterofundin ISO zu starten, halbe Stunde später wurden die Medikamente Lutetium und Actinium eingeleitet.
Blut haben mir aber nicht in ausreichender Menge abgenommen, so dass erst am nächsten Tag wurde mir Blut für PSA-Test abgenommen.

Auf dem Bild sieht man die Spuren von den Nadeln am rechten Arm:

mein Prostatakrebs 2021, nach Lutetium + Actinium in Heidelberg

 

Ich bin mit dem Zug nach Heidelberg gekommen und im Hotel IBIS am Bahnhof übernachtet. Am nächsten Tag mit dem Bus vom Bahnhof direckt an die Kopfklinik (dort befindet sich auch die Nuklearmedizin) mit Bus Linie 32 gefahren.
Am 20. Jan. 8:30 Uhr Aufnahme, Covit19-Schnelltest.
Ab ca. 12:30 Uhr Infusion mit Elektroeliten, um 13 Uhr in den Infusionsschlauch wurden Spritzen zuerst mit Lutetium, dann mit Actinium eingespritzt. Die Infusion lief weiter.

Am 21. Jan. zuerst ganzkörper Scan mit Gammascanner, dann Blutabnahme PSA-Test, dann erneut Infusion mit Elektroeliten.
Ergebnis vom SCAN: keine Metastasen sichtbar.
Am Abend Ergebnis PSA-Wert unter der Nachweisgrenze, das war dort < 0,1 ng/ml

Meine Leukozyten haben sich erhöht auf 4,06.

Am 22. Januar zurück mit dem Zug nach Hause, sehr müde.

Während der Aufhentalt habe ich noch 2 mal Bauchspritzen mit Heparin bekommen, als Thromboseprophylaxe und Tabletten mit Cortison und Pantoprazol (auch für noch 1 Woche für Zuhause).

Lesen Sie mehr über Lutetium plus Actinium, PSMA-Therapie hier:
https://prostatakrebs-tipps.de/lutetium-actinium-psma-therapie/

Zuhause hat verstärkt angefangen die Mundtrockenheit, als Nebenwirkung der Therapie.

Schutz gegen Mundtrockenheim, Nebenwirkung der Actinium Therapie

Eine Kühlung der Speicheldrüse bringt nichts, sagen die Ärze. Eine andere Möglichkeit für Schutz gegen Mundtrockenheit kennen sie in Heidelberg nicht.
Ich habe ausprobiert mit Pflaster Scopoderm TTS.  Wikstoff Scopolamin.
SCOPODERM TTS  reduziert die Speichelmenge, hemmt Aktivitäten von Lu+Act.

Ich habe mir die Pflaster (auf Rezept) besorgt, meine Hausärztin hat mir Rezept ausgestellt.
Ich habe mir Pflaster hinter dem Ohr schon 1 Tag vor der Infusion aufgeklebt.
Dazu Salbei Bonbons gelutscht.
Ein Tag nach der Infusion habe die Pflaster entfernt, die Spuke kam langsam zurück.

Leider ca. 3 Tage später hat die Mundtrockenheit wieder zugenommen, so dass ich eine Woche nach der Therapie fast keine Spucke mehr im Mund habe und die Augen sind auch ziemlich trocken (beschädigte Tränendrüsen).
Es sieht so aus, dass es mehrere Tage gedauert hat, bis Actinium aus meinem Körper aus-schwemmte und noch geschafft hat die Drüsen zu beschädigen.
Wegen starker Mundtrockenheit spüle mein Mund mit Meridon und dentaid® xeros Feuchtigkeits-Mundspülung.

02.02.2021 PSA-Test, Bluttest bei meiner Urologin PSA-Wert < 0,03 ng/ml, also nicht mehr messbar. 🙂

Am 1. März geht es wieder für 1 Woche in die Anthroposophische Klinik Öschelbronn mit 2 mal Ganzkörper-Hyperthermie.
Die Hyperthermie Behandlungen habe ich gut vertragen, ob wohl die maximale Temperatur der Behandlungen begrenzt war auf: heute auf 38,7°C, am Dienstag auf 38,9°C. Ich bin immer noch schwach nach der Lu +Ac Therapie.
Besonders gut hat mir diesen Aufenthalt für meine Psyche getan, besonders das lange Gespräch mit dem Therapeut Josef Ulrich.
Vermutlich war das das letzte Gespräch mit ihm, da er demnächst in die Rente geht.

Mit der Mundtrockenheit hat sich leicht gebessert, Geschmacksstörungen bleiben noch.

Am 08.03. bin aus Öschelbronn zurück. Habe auch eine Rezept für Rollator bekommen, da ich so schwach bin, dass ich schon nach kurzer Entfernung mich setzen muss.

Am 10.März, Mittwoch, am Abend habe ich plötzlich starke Schmerzen im Brustkorb bekommen. Ich konnte kaum noch atmen.
Gegen Mitternacht hat meine Frau Rettungsdienst angerufen. 30 Minuten später, war ich im Krankenhaus auf Notfallstation.
Die Schmerzen haben sich unter starken Schmerzmittel verringert. Am Freitag waren fast verschwunden.
Die Ursache haben sie im Krankenhaus nicht gefunden, trotz vielen Untersuchungen.
Am Samstag am 13.März bin ich wieder nach hause gekommen.
Bin weiterhin sehr schwach.

22.03 Gespräch bei Hausärztin: ich soll mich mehr bewegen, kurze Sparziergänge.
23.03  1 Stunde bei Psychologin

 

 

Schlagwort: mein Prostatakrebs 2021

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5 Kommentare

  1. Hallo Jacek,
    danke für die schnelle Antwort. Ich werde mit meinem Urologen eine Hormonbehandlung besprechen. Außerdem habe ich mich zu einer CTC-Untersucheng entschlossen, um die Tumorlast zu bestimmen. Bin gespannt, was dabei herauskommt.
    Herzliche Grüße
    Horst

  2. Hallo Jacek,
    es ist toll wie deine letzte Therapie angeschlagen hat und der PSA wieder gesunken ist.
    Ich habe ein ähnliches Problem und möchte gern einen Rat.
    2017 ich bin total an der Prostata bei einem PSA-Wert von 22 operiert,
    Tumorwerte pT3a, N0/12 R0 M0 Gleason(4 + 5). Danach PSA 0,03.
    In der Zwischenzeit stieg der PSA bis 0,13 im Januar 2020, Bestrahlung der Prostataloge mit 66 Gy im März 2020, leider ohne Erfolg.
    Im Moment ist der PSA bei kontinuierlichem Anstieg auf 0,21 und mir wird von 2 verschiedenen Tumorkonferenzen nach einer PSMA-PET-CT, die keinen Befund erbrachte (also keine Metastasen), abwarten ohne weitere Behandlung empfohlen. Diese Situation ist für mich sehr unbefriedigend und ich frage nun, welche Alternativen schon jetzt für den Beginn einer erfolgreichen Behandlung existieren.
    Für einen Rat wäre ich sehr dankbar.
    Liebe Grüße
    Horst

    • Hallo Horst,
      da Du eine Kapselüberschreitung (pT3a) hattest, Gleason Score 4+9 und leicht wachsende PSA Wert, bedeutet das für mich, dass einfach Abwarten nicht die gute Idee ist.
      Da bei PSMA-PET-CT keine Metastasen sichtbar waren, bedeutet das nur, dass die oder klein sind, oder wenig PSMA-Rezeptoren haben.
      Offizielle Befund „nicht metastasiert“ bedeutet nur: keine Metastasen sichtbar sind.

      Bei so hohem Gleason score würde ich eine Hormontherapie vom Arzt verlangen. Zu mindestens Bicalutamid Tabletten 150mg täglich.
      https://prostatakrebs-tipps.de/behandlung/hormontherapie/bicalutamid/
      Mit einer Depot-Spritze würde ich noch abwarten.
      In ca. einem Jahr würde die PSMA-PET-CT Untersuchung wiederholen.
      Grüße, Jacek

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