Myprostate Jahr 2020

Last Updated on 27. Januar 2021 by jacekw

Mein Prostatakrebs Jahr 2020Mein Prostatakrebs, myprostate Jahr 2020

Da mein Prostatakrebs jetzt wieder schnell wächst, werde ich mein Verlauf vom Jahr 2020 genauer beschreiben

Im November 2019 war mein PSA-Wert noch bei 0, 15 ng/ml.
PSA-Test am 5. Februar  PSA bei 2,06 und am 20 Feb. schon bei 2,74 ng/ml.
Testosteron bleibt bei 0,1 ng/ml (Kastrationsniveu).  Meine Leukozyten sind sehr niedrig, bei 2,8 Tsd/µL.

Mein Prostatakrebs 2020

Vorbereitung für erneute PSMA-PET-CT, Termin am 3. März.

Am 24. Feb. habe wieder mit Xtandi angefangen, um die Zahl von PSMA-Rezeptoren an den Krebszellen zu steigen, um die PSMA-PET-CT Metastasenerkennung zu verbessern.

Xtandi soll auch bei mir die Wirkung von geplannter PSMA-Therapie zu steigern.
Bin gespannt auf die Nebenwirkungen von Xtandi.

Keine PSMA-Therapie, da der Tumorlast niedrig ist, trotz neuen Metastasen im linkem Arm

Ab 08. März erneut für eine Wochen in der Klinik Öschelbronn. 2 mal Hyperthermie gut überstanden, mein PSA Wert ist sogar unter Xtandi auf 1,31 gesunken.
 

Am 12.05 Bluttest bei meiner Urologin, PSA-Wert wieder gestiegen, auf 3,37 ng/ml.
Auch die Alkalische Phosphatase ist leicht gestiegen auf 68 U/L.
Die Leukozyten haben sich leicht gebessert, auf 3,2 Tsd., sind immer noch sehr niedrig wegen den allen Behandlungen von Knochenmetastasen.
Xtandi hat den Metastasen Wachstum verlangsamt, aber es geht abwärts mit meiner Gesundheit.
Die Nebenwirkungen von Xtandi haben sich verstärkt, trotz halbierter Dosis: 2Tabletten am Tag: Atemprobleme, Fatigue, …

Wie es weiter geht? das ist die Frage. Weiß ich noch nicht.

Seit Mitte Juni gehe ich wieder 1 mal monatlich zur psychologischer Behandlung nach Stuttgart.
In denke ich brauche psychologische Unterstützung, da mein PSA-Wert wächst, Zahl der Metastasen nimmt zu, Behandlungen scheinen nicht mehr gut zu wirken.

Am 1 Juli habe ich Vorbesprechung für meine Ohr-OP.
Am Nachmittag habe ich gespräch mit Prof. Dr. Tilman Todenhöfer über eine eventuelle neue Studie mit neuen Medikamenten.
Abwarten was passiert…

…  Prof. Todenhöfer in Nürtingen hat mir Studie mit Ipiliumab plus Nivolumab vs. Ipilimumab vs. Cabazitaxel angeboten.

Ich habe die Teilnahme abgesagt, ich war nicht überzeugt, dass die Verschlechterung von Lebensqualität, die Menge an Infusionen und Blutuntersuchungen (ich habe schlechte Venen), starke Nebenwirkungen und unter 20% Chance auf Lebensverlängerung für mich optimal sind.

Ich bin für so anstrengende Studie nicht mehr bereit.

Am 8. Juli wurde mein Ohr operiert. Trommelfell dicht gemacht und freie Knochen mit Haut aus einer anderen Stelle abgedeckt. 3 Wochen nach der OP wurde Verband und Tamponade entfernt.

 

Am 22. Juli habe ich mit Nubeqa angefangen, zusätzlich zu 1/2 Dosis Xtandi noch 1/2 Dosis Nubeqa / Darolutamid.
Ich habe die Nubeqa von einem Mann vererbt (von Bernd), der vor kurzem an Prostatakrebs gestorben ist.
Die Kombination Xtandi+Nubeqa tat mir sehr gut, die Nebenwirkungen waren viel weniger geworden, als alleine mit Xtandi.

Nubeqa habe ich 16 Tage eingenommen, mehr Tabletten hatte ich nicht, die Urologin darf mir sie nicht verschreiben.

Meine Seite über Nubeqa:

Darolutamid Nubeqa

 Am 31.07.20 PSA-Test, Ergebnis am 11.08:  5,70 ng/ml

Mein PSA wächst nach 8 Tage Xtandi+Nubeqa (je halbe Dosis) weiter. Die16 Tage Einnahme von Nubeqa waren die beste Tage seil langem: die Nebenwirkungen von Xtandi, Fatique, Magen-Darm, Müdigkeit, alles war weg.

Am 09.08.2020 habe ich mit Xtandi+Erleada je halbe Dosis angefangen. Habe viele Tabletten von Erleada/Apalutamid geerbt.  erleada-apalutamid

Am 07.09.2020 habe  ich die Einnahme von Xtandi  und Erleada abgebrochen.
Die Nebenwirkungen (Schwäche, Luft im Bauch, Schwindel) von Xtandi haben mich dazu gebracht.
Ich werde in ein paar Tagen abwarten und mit halbe Dosis Apalutamid versuchen (habe von anderem Erkrankten geerbt), diesmal ohne Xtandi.

Am 16.09.2020 habe ich mit einem Oberarzt (Dr. Kratochwil) von Uni-Klinikum Heidelberg, Nuklearmedizin telefoniert.
Er hat mir empfohlen zuerst PSMA-Therapie mit Lutetium weiter zu machen, erst danach eine Kombinationstherapie Lutetium + Actinium.
Eine Therapie nur mit Actinium-225 machen sie wegen starken Nebenwirkungen nicht mehr.

 

24.09.20 PSMA-PET:  mein Prostatakrebs, die Metastasen wachsen weiter.

Ergebnis:
Weiterhin kein Anhalt für ein Lokalrezidiv. Keine suspekten Lymphknoten.
Im Verlauf Progredienz der bekannten überwiegend deutlich PSMA positiven ossären Metastasen in obigen Lokalisationen. Lediglich eine ebenfalls progrediente Metastase im Bereich des linken Os iliums zeigt bei inhomogener Speicherung eine nur mäßige und eher regrediente PSMA Expression.

Progredient zeigen sich die ossären Metastasen in HWK 3, 4, BWK 3, 4, 5, 6, LWK 5, der 9. lateralen Rippe rechts sowie am proximalen linken Humerus (Oberarm) (SUVmax bis 49,5).
Größenprogredient zeigt sich auch ossäre Metastase im linken Os ilium (Darmbein) entlang des ISG (Iliosacralgelenk) bei jedoch weiterhin nur geringer, im Verlauf her abnehmender PSMA Expression (SUVmax bis 19).

Also wachsende Metastasen, aber keine neuen.
Eine Metastase in den Hüften, im linken Os ilium (Darmbein) ist in 6 Monaten von 2,5cm auf 4,5cm gewachsen und sie kann nur wenig PSMA speichern. Sie ist für PSMA-Therapie wenig geignet.
Die alle andere Metastasen sollen auf PSMA-Therapie reagieren.
Möglich wäre Bestrahlung von Außen.

Inzwischen habe ich Termin für eine Kombitherapie Lutetium + Actinium am 12.11.2020 in Heidelberg, erneute Telefongespräch mit Oberarzt (Dr. Kratochwil) von Uni-Klinikum Heidelberg.
Kurz davor PSA-Test und Besuch bei Urologin.

12.11.2020-14.11.2020
Uni-Klinikum Heidelberg.
Am 12.Nov. 8:30 Uhr Aufnahme, Covit19-Schnelltest, Bluttest.
ab 12:30 Uhr Infusion mit Elektroeliten, um 13 Uhr in den Infusionsschlauch wurden Spritzen zuerst mit Lutetium, dann mit Actinium eingespritzt. Die Infusion lief weiter.
Am 13.Nov. zuerst ganzkörper Scan mit Gammascanner, dannerneut Infusion mit Elektroeliten.
Am14.Nov. zurück nach Hause.

Seit 13.November 2020 fängt Mundtrockenheit nach der Behandlung an.

24.11.2020-01.12.2020 Klinik Öschelbronn
2 mal Ganzkörperhyperthermie mit max. Temperatur 39,3 und 39,1°C

 

 

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4 Kommentare

  1. Dr. Rainer Schlamp

    Hallo Jacek,

    Danke für Deine rasche Antwort.
    Deine Erfahrungen mit Xofigo haben mich abgeschreckt.
    Same Ezziddin behauptet, daß die kombinierte Radioligandentherapie nicht den Speichelfluß beeinträchtigt.
    Schade, daß das wohl nicht die Regel ist.
    Ich werde wohl mit Lutetium beginnen und Dir berichten.
    Mein Blutbild ist übrigens noch ideal, das Leistungsvermögen nur leicht reduziert. Nach 9 Jahren Prostatakrebs macht die
    Psyche kaum Probleme (werde demnächst 79 Jahre alt), sehr
    freundschaftlicher Kontakt mit Rudi S.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Kampf gegen den
    Krebs und hoffe noch auf viele gute Nachrichten

    Herzliche Grüße

    Dr. Rainer Schlamp

  2. Dr. Rainer Schlamp

    Hallo Jacek,

    Als letzte Option bei einem voroperiertem und nachbestrahltem
    Prostatakrebs (seit 2012, Gleason 9, seit 2016 Wirbelsäulenmetastasen) bleibt mir jetzt nur noch eine
    Radioligandentherapie, eventuell die Kombination Lutetium/
    Actinium. Trotz sehr niedriger PSA-Werte zeigt das PSMA-PET/CT
    meine Metastasen deutlich an.
    Ich bin sehr an Ihren Heidelberg-Erfahrungen interessiert.
    Was hat die Behandlung gebracht? Zur Zeit nehme ich noch
    1000 mg Zytiga in Komb.mit Dexamethason. Diese Behandlung
    war 31 Monate erfolgreich (PSA Unter 0,03, Testosteron unter
    0,1). Macht es Sinn, diese Behandlung fortzusetzen, Nebenwirkungen
    gleich Null?
    Bis auf geringe Rückenschmerzen bin ich weiterhin asymptomatisch.
    P.S. die WS-Metastasen wurden 2mal bestrahlt, zuletzt im August 2020.

    Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

    Dr. Rainer Schlamp

    • Hallo Rainer,
      bei Gleason Score 9 ist besser die Hormonblockade nicht zu unterbrechen, also Zytiga weiter zu nehmen.
      Erst wenn der Testosteronspiegel im Blut steigen würde, ist besser Zytiga zu absetzen.
      Zytiga und auch Xtandi können mit der Zeit vermehrt Neuroendoktrine Tumorzellen entwickeln:
      https://prostatakrebs-tipps.de/prostatakrebs/#Neuroendokrine_Tumore,_neuroendokrine_Tumorzellen

      Da im PSMA-PET die Metastasen sichtbar sind, kann die PSMA-Therapie wirken. Meistens wird zuerst Lutetium Therapie versucht.
      Bei mir haben 2 Zyklen Lutetium ca. 1 Jahr gewirkt, bis die Metastasen weiter sich verbreitet haben und auch PSA Wert wieder stiegt.
      Die Lutetium+Actinium Wirkung kenne ich noch nicht, muss ich noch abwarten, der zweite Zyklus kommt im Januar.

      Die Hauptnebenwirkung bei mir war/ist die Mundtrockenheit, nach Lutetium war sie nicht stark ausgeprägt und ein paar Wochen war sie verschwunden, nach Lutetium + Actinium ist sie viel stärker, so dass ich aktuell Probleme habe beim Essen und auch am Tag, wird fast keine Spucke von beschädigten Speicheldrüsen produziert.
      Dazu kommt natürlich die durch die alle Therapien verursachte niedrigere Leukozyten Spiegel
      Gruß, Jacek

    • … noch etwas,
      es gibt noch Behandlung mit Xofigo, die oft gut bei Knochenmetastasen wirkt.
      Sie darf aber nicht gleichzeitig mit Zytiga durchgeführt werden
      https://prostatakrebs-tipps.de/behandlung/bestrahlung/alpharadin-xofigo-radium-ra-223-dichlorid/

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